Steigerwald aus Krasnojar

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viktor3
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Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение viktor3 » 30 янв 2014, 15:53

Нашёл очень интересную информацию о переселении Michael Steigewald сначала в Венгрию, а потом в Россию. http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... G4&cad=rja
 
Auswanderer nach Russland –
die Geschichte des Ungar-Michel

Dass viele Deutsche, vor allem im vorletzten und im letzten Jahrhundert, nach Amerika ausgewandert sind, ist uns allen im Bewusst sein. Dazu sind Forschungen nach den gemeinsamen Vorfahren schon vor vielen Jahren erfolgt und laufen teilweise noch heute. Immer wieder erhalten wir neue Informationen durch Suchanfragen und andere
Kontakte. So z. B.: „Gesucht wird im Ort Partenstein (unterfränkischer Land-kreis Main-Spessart) der Familienname Steigerwald im Zeitraum 1710-1760.“
Diese Anfrage auf einer Internetseite von Familienforschern fiel Mechthild Amend von der Geschichtswerkstatt Partenstein auf. Nun gibt es wohl keine besseren Kenner der Partensteiner Familiengeschichte als das Ehepaar Mechthild und Manfred Amend. Mit großem Interesse fragte sie, wie sie der Fragestellerin weiterhelfen könnte. Frau L. war auf der Suche nach dem Herkunftsort ihrer Vorfahren, die um 1766 nach Russland ausgewandert waren. Sie fand dabei heraus, dass ihre Vorfahren in Russland sehr eng mit einer Familie Steigerwald verbunden waren, dass beide Familien auf dem gleichen Schiff in Russland angekommen sind, dass sie in der gleichen Kolonie angesiedelt wurden und dass die Kinder in beiden Familien ähnliche Vornamen bekommen haben. Da Partenstein als Heimatort der Steigerwalds angegeben war, versuchte Frau L. eine Verbindung nach Partenstein herzustellen. Es hätte doch sein können, dass beide Familien auch aus dem gleichen Ort stammten. Nun konnte diese Vermutung zwar nicht bestätigt werden, doch waren dadurch der Geschichtswerkstatt Partenstein neue Informationen über Partensteiner Auswanderer bekannt geworden

Die Auswanderung der Familie Metzger nach Ungarn.
Weniger geläufig ist, dass schon um 1720 auch Partensteiner nach Ungarn auswanderten. Bekannt war seit einem Bericht des Michael Schulter im Juli 1968,
dass eine Partensteiner Familie namens Metzger sich in den 1720er Jahren inUngarn niedergelassen hatte
In der ersten Grundrechtsrevision von St. Ivan (Pilisszentiván im Ofener Bergland nordwestlich von Budapest) aus dem Jahre 1728 steht unter anderem: Heinrich Mezger von Parthenstein auß dem Mainzer Craiß. Das Ankunftsdatum war der 24. April 1724. Das Ofener Bergland war 1683 in die Hand der Osmanen gefallen und nach zeitgenössischen Berichten „von Türken, Tataren und Kuruzen völlig vernichtet worden“. Nach der Befreiung des Gebietes 1686 warb ein Patent (Freibrief) vom 4.7.1689 um Siedlungswillige im Reichsgebiet. Die Ansiedlung der ersten Bewohner auf dem Gebiet des zerstörten St. Ivan (Pilisszentivan) erfolgte durch die Augustiner von Ofen (Buda), die das Gebiet vom Palatin Paul Eszterhazy 1703 als Schenkung bekommen hatten. Grundlage war der Ansiedelungsvertrag vom 24.6.1724. Bereits 1723 hatten sich Bewerber angemeldet. Die ersten fünf Siedler kamen aus unserer Heimat: Heinrich Metzger (66 Jahre) aus Partenstein mit sei ner Frau Gertrud und seinem Sohn Simon. Heinrich Metzger starb 12 Jahre später im Alter von 78 Jahren. Johann (Hans) Metzger, ein Sohn des Heinrich mit Frau und vier Kindern. Peter Paxian aus Lohr. Paxian stammte ursprünglich aus Lothringen und war eine Zeit lang in der Spiegelmanufaktur in Lohr beschäftigt. Paxian hatte seine Frau und sechs Kinder dabei.
Heinrich Hessing (Essich?) aus Lohr mit Weib und zwei Kindern. Lorenz Eisenkramer (Eisengrimmer) von Oberwiesa? im Mainzer Land mit Weib und einem Kind. Am 9.1.1725 wurde ihr zweites Kind getauft.
Mit der Vertreibung 1946 endete die 220jährige Geschichte der mehrheitlich deutschen Dörfer im Ofner Bergland, die ihre Sprache, Kultur und Traditionen über einen solch langen Zeitraum bewahren konnten
1734 kam ein Melchior Metzger und zwei Jahre später, 1736, ein weiterer Verwandter, Michael Metzger, 55 Jahre mit seiner Frau Katharina. Ihnen wurde zwei Jahre später ein Sohn Peter getauft. Michael Metzger starb am 30.10.1751 als 70-jähriger in St. Ivan.

Ortsansicht Pilisszentiván (Ungarn) Denkmal in Pilisszentiván erinnert an:
Heinrich Metzger
Hans Metzger
Heinrich Hessing
Peter Paxian
Lorentz Eisenkramer
Bei den neueren Familien- und Heimatgeschichtlichen Forschungen kamen noch weitere Auswanderer nach Ungarn zutage.

Auswanderung nach Russland
Hier soll nun der Versuch unternommen werden, die Ergebnisse der beiden Forscherinnen Larissa L. und Mechthild Amend zusammen zu fassen und die abenteuerlichen Geschichten von Auswanderern aus Partenstein vor ca. 250 Jahren zu beschreiben.
Was bedeutet Auswanderung? Warum wanderte man überhaupt aus? Es gab sicher vielfältige Gründe, der Heimat den Rücken zu kehren. Ungefährlich war die Auswanderung nämlich nicht. Es muss also gewichtige Gründe gegeben haben, die Strapazen auf sich zu nehmen und die Heimat, Familie und Freunde zu verlassen.
Oftmals konnte der zu kleinen Grund und Boden kaum als ausreichende Lebensgrundlage dienen. Häufig waren auch langfristige Schlechtwetterperioden mit folgenden Missernten ausschlaggebend für das große Abenteuer der Auswanderung. Einige Auswanderer waren hoch verschuldet, bei anderen liefen die Geschäfte schlecht und sie sahen im „Ausland“ bessere Chancen. Sicher waren alle Auswanderungswilligen mit ihrer hiesigen Lebenssituation nicht zufrieden und erhofften, in der Fremde ein besseres Leben, wenn nicht für sich, so doch für ihre Kinder und Enkel, aufzubauen. Es kam auch vor, dass Menschen mit „Verfehlungen“, über die wir heute lachen würden, keine Akzeptanz mehr in der Bevölkerung fanden und deshalb die Strapazen und Gefahren der Auswanderung in Kauf nahmen und um an einem anderen Ort neu zu beginnen. Aus dieser Zeit stammte auch der Satz: „dem Ersten der Tod, dem Zweiten die Not, dem Dritten das Brot“, es bedeute, dass die Auswanderergeneration die
Grundlage für späteren Wohlstand schaffen müsse ohne daran teilhaben zu kön-nen. Selbst die zweite Generation würde noch in Not leben. Erst die dritte Generation hätte die Chance auf Wohlstand. Einladungen Versprechungen und Anwerbung Interessierte Auswanderer folgten im 18. Jahrhundert den Aufrufen der Landesherren von Ungarn oder Russland. Als mit etlichen Privilegien ausgestattete Neusiedler, konnten sie die Chancen wahrnehmen, entvölkerte Landesteile in der Fremde zu besiedeln und wirtschaftlich zu entwickeln. Wie wir heute wissen wurden oftmals Versprechen gemacht, die anschließend nicht gehalten wurden oder werden konnten.
Die Auswanderer nach Russland aus Partenstein 1766.
Zurück zur Suchanfrage von Frau L. Sie suchte nach der Familie eines Michael Steigerwald. Nach intensiver Suche in den Kirchenbüchern wurde eine Spur gefunden.
Der einzige Michael Steigerwald der zu dieser Zeit für eine Auswanderung infrage kam, war der am 30.6.1716 in Partenstein als Sohn von Heinrich Steigerwald und Gertraud geb. Breitenbach geborene Michael Steigerwald. Beim näheren Betrachten der Kirchenbücher fiel auf, dass er bei den Geburten seiner eigenen Kinder später Ungar-Michel genannt wird. – Warum Ungar-Michel, Frau L. hat ihn doch in Russland entdeckt?
Woher hat der Ungar-Michel seinen Spitz-Namen? Zu den Personen: Michael Steigerwald hatte - wie damals fast alle Partensteiner einen Spitznamen oder einen Hausnamen, um ihn von anderen Personen gleichen Namens zu unterscheiden. „Unser“ Michael hieß in Partenstein Ungar-Michel. Allein dieser Spitzname hat eine Bedeutung oder wir würden heute sagen, der Name ist Programm. Aber das zu enträtseln dauerte einige Zeit.
Ja wer war nun der Ungar-Michel? Er wurde am 30.Juni 1716 als erstes von elf Kindern eines Heinrich Steigerwald in Partenstein geboren. Er heiratete am 26. Mai 1740, oder besser gesagt er „musste“ die am 2. Dezember 1719 geborene Wirtstochter Anna Christina Imhof heiraten. Sie war das vierte von acht Kindern des Wirts Johannes Imhof. Ihre Mutter war die zweite Ehefrau des Vaters, eine Elisabetha geb. Born. Schon am 5. Oktober 1740 wurde dem Paar ein Sohn geboren. Er wurde gleich nach der Geburt zuhause auf den Namen Johann Jost getauft, da er an „Leibesschwachheit“ litt.
Johannes Amend wandert nach Ungarn aus. Am 2. März 1718 wurde in Partenstein dem Michael Amend und der Elisabetha geb. Imhof ein Sohn, als 6. von 9 Kindern geboren und Johannes genannt. Am 26. Mai 1740 wird dieser Johannes Amend Vater eines unehelichen Kindes. Bei der Taufe gibt Peter Borns Tochter Elisabetha ihn als Vater ihres Söhnchens namens Johannes an. Ohne die Mutter zu heiraten war das damals eine schrecklich unsittliche Geschichte! Vielleicht reifte deswegen der Entschluss in ihm, in die Fremde zu gehen? Wir wissen, dass Johannes Amend am 26.1.1741 in Partenstein doch noch die Mutter seines Kindes geheiratet hat. Doch in Ungarn finden wir Frau und Kind nicht. Wahrscheinlich haben sie die Strapazen der Auswanderung nicht überlebt und sind auf der Strecke geblieben.
Aus anderen Quellen geht auch hervor, dass er 1744/46 in Viragos/Baranya lebte. 1747 wohnte er 10 Kilometer weiter in Kisbudmer/Baranya verheiratet mit Eva Denkler. Dieses Ehepaar bekam in Ungarn noch drei Kinder:
Eva Elis *29.5.1747;
Johann Georg *29.4.1749 und
M. Elisabeth *21.1.1753
Johannes Amend starb am 22.9.1769 in Kisbudmer im Alter von 51 Jahren. Von Johannes Amend wissen wir, er wollte nicht in Partenstein bleiben und ist nach Ungarn ausgewandert. Wäre es dann nicht denkbar, dass Michael Steigerwald auch sein Leben verändern wollte? Zusammen mit diesem Johann Amend war „unser“ Michael Steigerwald ausgewandert. Er ging mit nach Ungarn, wurde aber dort nicht glücklich und kam danach wieder nach Partenstein zurück. Gefiel es ihm in Ungarn nicht? Wollte er seine Familie nachholen oder einfach nur zu ihr zurückkehren? Auswanderungen konnten auch scheitern. Vor allem dann, wenn die Auswanderer mittellos waren. Denn nur in der allerersten Phase gewährten die Aufnahmeländer großzügige Kredite und Landzuweisungen. So wurde mancher Auswanderer überrascht, wenn er bei der Einreise ein Mindestvermögen vorweisen musste. Andere fielen auf Werber herein, die eine inoffizielle »wilde« Einwanderung, ohne Rücksprache mit den Behörden des Aufnahmelandes durchführten, sich aber von den Auswanderern gut bezahlen ließen. In der Heimat erwartete die Rückwanderer häufig Hohn und wenig Bereitschaft, die aus dem Untertanenverband entlassenen Staatenlo sen wieder aufzunehmen So scheint es auch unserem Michael Steigerwald ergangen zu sein. Durch diese sehr mühevolle Tat, so eine Reise dauerte Monate und war mit vielen Gefahren verbunden, hatte er auch einen speziellen Namen bekommen, er war jetzt in Partenstein der Ungar-Michel. Michael Steigerwald lebte nach seiner Rückkehr mit seiner Frau Anna Christina in Partenstein und bekam mit ihr weitere Kinder, bei deren Geburt er in den Kirchenbüchern als Ungar-Michel bezeichnet wird. Der erste Sohn der Steigerwalds war 1740 geboren. Erst am 1. Oktober 1746 wurde dem Ehepaar Steigerwald ein weiterer Sohn, auf den Namen Johann Conrad, getauft. Dieser verhältnismäßig große Abstand zum nächsten Kind könnte jedenfalls darauf hinweisen, dass die Eheleute über einen längeren Zeitraum nicht zusammen lebten. Denn um diese Zeit wurden in den jungen Familien die Kinder meist im Abstand von 1-3 Jahren geboren. Bei der nächsten Kindstaufe am 19. August 1749 (Johann Sebastian) wurde der Vater Ungar-Michel genannt. Also gab es einen „Vorfall“ der den Spitznamen begründete. Und dieser „Vorfall“ war die kurzzeitige Auswanderung des Michael Steigerwald nach Ungarn.
Weitere Kinder des Ehepaares Steigerwald kamen
am20.2.1752 (Tochter Gertraud),
am 16.1.1755 (Tochter Veronica),
am 19.10.1758 (Tochter Anna Maria) und
am 24.4.1762 Sohn Peter zur Welt.
Auch bei den drei letzten Geburten wurde der Vater Ungar-Michel genannt. Alle Kinder überlebten das kritische Kleinkindalter und wuchsen in Partenstein heran. Das war längst nicht selbstverständlich in dieser Zeit.
Der 1749 geborene Sohn Johann Sebastian starb am 11.3.1757 im Alter von 7 ½ Jahren in Partenstein.
Die Jahre vergingen, die Familie wuchs, aber Michael Steigerwald dachte wohl immer noch ans Auswandern. Welchen Beruf er in Partenstein ausübte, ist nicht bekannt.
Da bekam er Informationen über Auswanderungen nach Russland.
Am 22.7. 1763 erließ Katharina II. ein erstes Manifest mit dem Aufruf an Ausländer zur Einwanderung nach Russland.
Die Zarin stammte aus Deutschland und war an Siedlern für die Wolgaregion interessiert. Die Kolonisten wurden durch umherziehende Werber, manchmal sogar von den Kirchenkanzeln herab, angelockt, um die Steppengebiete an der Wolga zu kultivieren und die Attacken der Reitervölker ausden Nachbargebieten einzudämmen. Die deutschen Siedler sollten im Russischen Reich günstigere Bedingungen vorfinden als sie Zuhause hatten. Sie erhielten zwar einen politischen Sonderstatus, der das Recht auf Beibehaltung des Deutschen als Verwaltungssprache, auf Selbstverwaltung sowie auf Befreiung von Fron- und Militärdienst umfasste, mussten aber auch Land urbar machen, das die abziehenden Osmanen zurück gelassen hatten, und oftmals bei Null anfangen.
Werber in russischen Diensten waren in den Hauptauswandergebieten unterwegs und erhielten für jeden gewonnenen Auswanderer eine Kopfprämie. 1765 wurde die Werbung ausgedehnt, auch private lokale Unternehmer bekamen Prämien für jede geworbene Familie. Die Versprechungen der Werber, die bis in alle Dörfer kamen, waren wohl recht verlockend. So eine Auswanderung war sicher nicht einfach. Zuerst musste die Genehmigung des Mainzischen Amtsknechtes in Partenstein und des Mainzischen Amtmannes in Lohr eingeholt werden, dies war natürlich nicht kostenlos zu erhalten. Dabei musste auch der Nachweis geführt werden, dass der mögliche Auswanderer keine Schulden hinterließ, dann wollte der Landesherr auch eine Ablösesumme haben. Es musste ein Abzugsgeld von 4 bis 6 Gulden bezahlt werden. Letztlich
musste der Hausstand aufgelöst und die Habe verkauft werden, was sicher nicht immer einfach war, denn die potentiellen Käufer kannten ja die Lage des Verkäufers, der zu einem bestimmten Zeitpunkt die Heimat verlassen wollte und alles, was sich nicht mitnehmen ließ, verkaufen musste. Von dem Erlös des Verkaufes musste noch der Zehnte (10%) an den Landesherren abgeführt werden. 1766 wanderte die ganze Familie des Michael Steigerwald nach Russland aus.
Wer war dabei? Die Eltern Michael (50Jahre alt) und Christina (47) nahmen ihre Kinder mit auf die Reise:
Johann Jost (fast 26),
Conrad (fast 20),
Gertraud (14),
Veronica (11),
Anna (fast 8) und den kleinen
Petermit 4 Jahren – ein mutiges Wagnis für eine Großfamilie. Es war auch die unverheiratete Schwägerin des Ungar-Michel dabei, sie hieß Gertrud Imhof und war die
Halbschwester seiner Frau, die Älteste von acht Kindern des Johannes Imhof. Sie war am 29.11.1712 geboren, in Russland nannte sie sich Gertruda.
Dann war in den Einwanderungslisten war auch ein Johannes Born aus Partenstein vermerkt. Vermutlich handelte sich dabei um den am 26. 5.1740 unehelich geborenen Sohn von Johannes Amend und der Elisabetha Born. Ist er 1744 bei der Auswanderung seiner Eltern nach Ungarn in Partenste in geblieben und dort in der Familie seiner Mutter aufgewachsen? Bei seiner Ankunft in Russland ist er inzwischen mit einer Catharina verheiratet. Die Ausreise wurde großzügig von der russischen Regierung unterstützt. Jeder Mann bekam in Deutschland 16 Kreuzer, die Frau 10 und jedes Kind 6 Kreuzer pro Tag. In Russland angekommen bekam sie die „Auslösung“ natürlich in russischem Geld.
Die Auswanderung
Der erste Teil der Reise ging im Frühjahr 1766 von Partenstein aus nach Büdingen. Wie reiste die Familie wohl? Zu Fuß oder auf einem Ochsen- oder Pferde-Wagen, zusammen mit dem nötigsten Hausrat? In Büdingen befand sich ein Sammelplatz, an dem sich die Kolonisten trafen und dann organisiert weiterreisten. Von Büdingen aus sollen sieben Trecks mit je 500 Personen, also 3500 Auswanderer abgezogen sein
Für regionale Fuhrleute und Bauern auf der Strecke gab es sicher einträgliche Geschäfte. Die Reisenden mussten transportiert und verpflegt werden. Auf den Gewässern Weser und Elbe nutzten die Auswan derer Schiffe oder Boote. Die letzte Strecke vor Lübeck musste wieder über Land zurückgelegt werden. Wir kennen die damals gefahrene Strecke nicht. Aber um von Partenstein nach Lübeck zu fahren mussten die Auswanderer 600 bis 700 Kilometer zurücklegen, um in Lübeck ein Schiff zu besteigen. Bei einer Fahrleistung von ungefähr 14 –15 Kilometer pro Tag hatten sie ca. 50 Reisetage. Sicher waren sie länger unterwegs. Wie hatte man die Ernährung organisiert? Wo wurde übernachtet?
In Lübeck dürften die Auswanderer Ausschau nach einem Segelschiff gehalten haben, das sie ihrem Ziel näher bringen sollte. Die russische Regierung hatte den Schiffstransport über die Ostsee organisiert. Ein Schiff fanden sie auch und am 29. August 1766 kam die Familie in der Stadt Kronstadt, einer Insel in der Nähe von St. Petersburg an. Unsere Auswanderer waren 1766 alle auf der Schiffsliste aufgeführt. Das Schiff, dessen Namen nicht überliefert ist, fuhr unter dem Kommando eines Kapitän Johann Skott (in andererm Berichten: Schkott oder Scott, geschrieben wie es der Schreiber hörte). Wenn die Reise über 900 Meilen gut lief, konnte die Strecke in 9 Tagen zurück gelegt werden. Manchmal, bei schlechtem Wetter oder kriminellen Kapitänen, konnte die Fahrt auch wesentlich länger dauern. In einem Fall dauerte, wie man aus alten Aufzeichnungen weiß, die Reise von Lübeck nach Russland drei Monate. Von Kronstadt ging eine kurze Reise auf das Festland nach Oranienbaum. Dort leb- ten die Siedler erst einmal in Notunterkünften, die sie selbst zusammenbauen mussten, bewacht, damit die Siedler nicht unkontrolliert ins Land zogen. In Oranienbaum gab es eine lutherische Kirche und deren deutscher Pfarrer vereidigte die Kolonisten auf die russische Kro-
ne. Manchmal soll sogar die Zarin Katharina II von ihrem nahegelegenen Palast die Kolonisten in deutscher Sprache begrüßt haben.
Die Siedler lebten solange in Oranienbaum, bis sich wieder ein Treck zusammenstellen lies. Vielleicht mussten sie in ihrem provisorischen Lager auch noch den kalten Winter abwarten. Die Vorbereitungen für die Reise konnten zwei Wochen oder bis zu mehreren Monaten dauern Es ist nicht immer einfach, die Herkunft der Auswanderer zurückzuverfolgen. Beim Führen der Listen wurden Namen und Orte oft falsch geschrieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Befragung durch Dolmetscher übersetzt und in russischer Sprache notiert wurde. So passier te es unserem Johannes Born, dass sein Name falsch notiert wurde, aus Born wurde Baron. Der Name wurde falsch eingetragen, der Schreiber notierte „Baron“ und bis 1798 wurde die Familie als Baron geführt. Danach schrieb man den Namen wieder richtig, Born. Auch die Nachkommen trugen den Namen Born. In Russland Die Kolonisten mussten noch eine Strecke von mehr als 1500 km zurücklegen. Sie brauchten dazu fast 11 Monate bis sie am 20. Juli 1767 ihr Ziel Krasnyi Jar (gelber Pfeil) erreichten. Die Reise entwickelte sich zu einer Katastrophe für den Ungar-Michel. Beide Eltern, Michael und Christi-
ne, und der Sohn Conrad fehlten, als sie in Krasnyi Jar ankamen, sie waren vermutlich auf der Reise verstorben. Nach den Unterlagen von russischen Offizieren, die die Reisen begleiteten, starben von 26676 Kolonisten 3293 d. h. jeder 8. Auswanderer kam nicht am Ziel an. Der bei seiner Geburt an Leibesschwachheit leidende Sohn Johann Jost war nun das neue Familienoberhaupt der Steigerwalds. Johann Jost hatte mittlerweile eine Margarethe geheiratet und führte die Familie Steigerwald.
Er trug nun außer für seine Frau jetzt auch noch für seine Tante Gertraud Imhof und seine jüngeren Geschwister im Alter von ca. 5 – 15 Jahren die Verantwortung. Der Johann Born, dessen Name bei der Einreise nach Russland als Johann Baron geschrieben wurde, wurde mit seiner Familie 150 Kilometer südlich von Krasnyi Jar in der Kolonie Stephan angesiedelt. Am 24.8. 1767 kam der Johann Born in der Kolonie Stephan an. (Transport Brant Alan May 275 108 und 275 109). Er war auch zwischen
zeitlich mit einer Catharina verheiratet. Das Ehepaar hatte eine Tochter mit dem gleichen Namen wie ihre Mutter. Die kleine Catharina war aber unterwegs im Alter von 1 ¼ Jahren gestorben.
Ansiedlung und Leben in Russland.
Das Leben der Kolonisten war sicher nicht leichter als zuhause in Partenstein. Es waren in erster Linie Bauern, die in die Siedlungsgebiete kamen. Beharrlich bearbeiteten sie die kargen und nicht sehr fruchtbaren Böden. Sie säten Weizen, Gerste, Hafer und Mais an. Sie brachten neue Werkzeuge mit und verwendeten neue Techniken in der Landwirtschaft. Durch enormen Fleiß, Sparsamkeit und bäuerliche Fertigkeiten entwickelten sie das Territorium. Als Starthilfe bekamen die Familien, auch unsere Partensteiner Auswanderer, als Bargeld 25 Rubel, 2 Pferde, 2 Kummets, 2 Zäune, 1 Pferdewagen, 3 Sazen Seil (1 Sazen = 1,726172 Meter), 2 Sättel, 2 Krummhölzer und eine Kuh.
Die Geschichte der Ankunft der Partensteiner Kolonisten in Russland wurde von Larissa L. erkundet.
In einem Bericht von 1768 wurden in der Familie Born nur noch ein Pferd und eine Kuh gezählt. Es ist also anzunehmen, dass ein Pferd verlorengegangen war. Die Kolonisten in der Wolgaregion brachten auch die Technik der Textilbe- und Verarbeitung mit. So wurde in vielen Häusern gespo
nnen und gewebt. Auch das Schmiedehandwerk wurde gerne von den deutschen Kolonisten ausgeübt. Die Siedler entwickelten in dieser Region eine blühende Agrarwirtschaft mit Exporten in andere Regionen Russlands. In der Region Saratow wurden 104 Orte, meist mit deutschen Namen, zur Entwicklung landwirtschaftlicher Flächen mit größtenteils Deutschen Kolonisten besiedelt. Dreißig Jahre später, 1798 wurde in der Wolgaregion eine Volkszählung durchgeführt. Unsere Familie Steigerwald lebte mit ihren Familien noch in Krasnyi Jar. Lediglich Anna Maria hatte sich in einem anderen Ort niedergelassen.
In den Ergebnissen der Volkszählung 1798 sehen wir Veränderungen bei der Familie Born in der Kolonie Stephan. Katharina wurde als Witwe erfasst. Johannes Born m
uss also vor 1798 verstorben sein, das genaue Datum ist unbekannt. Bei der Ankunft 1767 in der Kolonie Stephan war Johannes als 30-jähriger Ackerbauer erfasst worden. Seine Frau Katharina war 25 Jahre alt als sie in der Kolonie ankamen. Das Ehepaar Born, der Name wurde wieder richtig ges chrieben, hatte 1798 vier
Kinder. Zwei Söhne, Johannes (1771 – 1844), Johann Peter (1773 – 1847) und zwei Töchter Anna Elisabeth geboren 1775 heiratete 1794 einen Thomas Martin, und die Anna, die 1777 geboren wurde und 1793 einen Johannes Müller heiratete.
Weitere Entwicklungen, die Selbstbestimmungsrechte der Kolonisten wurden durch ein Dekret am 4. Juni 1871 durch Zar Alexander II eingeschränkt. Die Kolonisten verloren alle Privilegien. Dies führte vornehmlich in den Jahren 1871 bis 1914 zu einer Auswanderung der Nachkommen der Kolonisten aus der Wolgareg ion in die USA, Kanada sowie nach Südamerika. 1914 verbot Zar Nikolaus II. unter anderem den Gebr auch der deutschen Sprache in der Öffentlichkeit. Im Februar 1915 wurde ein Gesetz zur Enteignung von deutschem Grundbesitz erlassen. Im selben Jahr wurden in Russland deutsche Zeitungen verboten, durften keine deutschsprachigen Bücher mehr gedruckt werden. Im Dezember 1915 sieht ein Dekret die Deportation der deutschstämmigen Bevölkerung der Wolga-Region nach Sibirien vor. Das sollte 1917 ausgeführt werden. Die Februarrevolution 1917 verhinderte Schlimmeres.
1917 kam die Oktoberrevolution, mit der das Zarenreich zur Sowjetunion wurde. Weitere Einschränkungen und Repressalien erfolgten bereits kurz nach Gründung der Sowjetunion. Stalin nahm den Wolgadeutschen die gesamte Getreideernte und verkaufte sie in das Ausland. Tausende von Wolgadeutschen starben aufgrund der Hungersnot. 1924 wurde die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen geschaffen, nachdem das Gebiet bereits nach der Oktoberrevolution ab 1918
Autonomie erlangt hatte.
Nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht im Juni 1941 auf die Sowjetunion wurden die etwa 400.000 verbliebenen Wolgadeutschen der kollektiven Kollaboration beschuldigt und nach Sibirien und Zentralasien deportiert, dort in Arbeitslager der „Arbeitsarmee“ gezwungen, wobei Tausende starben. Erst 1964 wurden sie offiziell
vom Vorwurf der Kollaboration befreit.
In den letzten Jahren wurden mehrere Millionen Menschen aus der ehemaligen UdSSR, nach den Bestimmungen des Bundesvertriebenengesetzes in Deutschland aufgenommen. Damit bekennt sich Deutschland zu seiner Verantwortung für diese Menschen, die aufgrund ihrer deutschen Herkunft noch Jahrzehnte nach Kriegsende Repressionen ausgesetzt waren.


Lediglich Ungarn-Auswanderer aus Partenstein waren der Geschichtswerkstatt bisher bekannt. Teilweise wird mit den Nachkommen, die heute nach der Vertreibung 1945/46 in Deutschland, Österreich und den USA leben, noch Kontakt gepflegt. Durch einen Zufall wurden wir auf die Auswanderung einer Familie nach Russland aufmerksam gemacht und haben uns mit diesem bisher verborgenen Kapitel unserer Heimatgeschichte beschäftigt. Nach der Meinung von Familienforschern gibt es heute noch Nachkommen des Ungar-Michel, wo sie jetzt leben ist leider –noch nicht bekannt. Ob die heutigen Nachkommen „unserer“ Auswanderer wissen, dass ihre Vorfah-
ren einst aus Partenstein auswanderten, wissen wir leider auch noch nicht
Что-бы эта информация не затерялась в просторах сайта открываю эту тему. К тому же один из моих Henneberg Conrad Henneberg (*23.01.1827 +15.01.1862) был женат на Maria Helena Steigerwald *1827. Кто её родители может прояснить перепись 1834 по Красному яру, которой у меня нет.
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение viktor3 » 30 янв 2014, 16:07

В рапортах Ивана Кулберг на странице 240.
29 of August
Public colonists, arrived from Luebeck by the Luebeck's ship
with the skipper Johann Schkott
Steigerwald Michael. Luth., farmer from Mainz, doc. No. 3666, wife: Christina, children: Joseph, 25, Conrad, 20, Peter, 4, Gertruda, 16, Veronica, 13, Anna, 8, mother: Gertruda.
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение viktor3 » 30 янв 2014, 16:13

Michael Steigerwald завербовался у вербовщика Johann Facius 12 января 1766 в городе Aufenau.
Изображение

Michael Steigerwald 40, Jahre alt, von Partenstein, mit Frau und 6 Kindern, fast Erwachsen, samt einer Schwägerin, ein guter Ackermann, evangel. Religion. Supplicant.
В Рапортах Ивана Кульберг с ним мать, а здесь сноха.
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Re: Steigewald aus Krasnojar

Сообщение Schutzer » 30 янв 2014, 16:37

viktor3 писал(а):В рапортах Ивана Кулберг на странице 240. Steigewald Michael.

Мне кажется, лучше изменить название темы на Steigerwald, чтобы потомки Штейгервальд из Красного Яра смогли опознать своего предка.
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение viktor3 » 30 янв 2014, 17:10

Теперь вернёмся к http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... G4&cad=rja
Единсттвенный Михаель Штайгервальд в церковных книгах Партенштайн, который подходит к Михаелю переселившемуся в Россию, это Михаель Штайгервальд *30.06.1716 сын Heinrich Steigerwald и Gertraud рож. Breitenbach.
26 мая 1740 года женится Михаель Штайгервальд (правильнее сказать ему пришлось жениться) на Anna Christina Imhof *2.12.1719, она была четвёртым из восьми детей Johannes Imhof её мать была вторая жена Елисабета Борн. Уже 5 Октября рождается их первый ребёнок Johann Jost. До 1746 года у этой пары не рождаютя дети, перпологается что Михаель был в это время в Венгрии , потому что при рождение его последующих детей в церковных книгах его записывают Венгерский-Михаель. Это как раз был период кагда некоторые жители Партенштайна переселились в Венгрию (Johannes Amen сын Michael Amend и Elisabetha рож. Imhof). 1 Октября 1746 рождается второй сын Johann Conrad, при крестинах его следующего ребёнка 19.08.1749 (Johann Sebastian) Михаель Штайгервальд записан как Ungar-Michel, также при рождении других детей 20.2.1752 (дочь Gertraud), 16.1.1755 (дочь Veronica), 19.10.1758 (дочь Anna Maria) и 24.4.1762 сын Peter их отец записан как Ungar-Michel. Все дети за исключением Johann Sebastian, выжили он умер 11.3.1757 в возрасте 7,5 лет.
1766 Михаель Штайгервальд с семьёй переселяется в Россию в таком составе:
Michael (50 лет), Жена: Christina (47)
Дети: Johann Jost (почти 26), Conrad (почти 20), Gertraud (14), Veronica (11), Anna (почти 8), Peter 4 года
А также незамужняй сноха Gertrud Imhof *29.11.1712,сводноя сестрой его жены самая старшая из восьми детей Johannesа Imhof.

Также в списках переселенцев указан Johannes Born из Partenstein, скорее всего это незаконорождённый сын *26.5.1740 Johannes Amend и Elisabetha Born, при переселении его родителей в Венгрию он скорее всего остался в семье родителей матери. При регистрации в Россие он записан как Johann Baron женат на Катарине, поселился в 150 километрах от Красного яра в колонии Штефан.

galina
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение galina » 30 янв 2014, 20:28

Viktor3 писал
19.10.1758 (дочь Anna Maria)
так вот Анна Мария вышла замуж в Рейнвальд за Иоганн Адам Руппель 1.6.1755.По переписи 1798 у них было 8 детей.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение viktor3 » 30 янв 2014, 21:29

viktor3 писал(а):5 Октября рождается их первый ребёнок Johann Jost

1798
Ks065 Jost Steigerwald 58, Frau: Maria Zeitler 52.
Kinder:
Maria Elisabeth 27, ihr Mann Johannes Müller 26, Kinder: Johannes 4, Anna Margaretha 2.
Margaretha 16, Mardalena 12, Margaretha 9
viktor3 писал(а): 20.2.1752 (дочь Gertraud)

Kso48 Philipp Funk 52, Frau: Gertrude Steigerwald 50
Kinder:
Daniel 23, seine Frau: Katharina Engel 23 von Kutter, Sohn Peter 1
Johann Peter 18 (hat Rheumatismus), Elias 12, Margaretha 7
viktor3 писал(а):16.1.1755 (дочь Veronica)

Ks.023 Georg Bender 52 Frau: Veronika Steigerwald 44
Kinder:
Elisabeth 21, Johann Philipp 19 (hat Fallsucht-Epillepsie), Christina 16, Margaretha 14, Johann Peter 11, Maria Elisabeth 8, Bartholomeus 6, Maria Christina 4, Christina 2
viktor3 писал(а):19.10.1758 (дочь Anna Maria)

Rw.41 Johann Adam Ruppel 44, Frau: Anna Maria Steigerwald 40 von Krasnojar
Kinder: Elisabeth 21, Georg Friedrich 18, Johann Kaspar 15, Magdalena 11, Johann Paul 8, Johann Peter 6, Heinrich 4, Maria Christina 0,5.
viktor3 писал(а): 24.4.1762 сын Peter

Ks066 Peter Steigerwald 36, Frau: Magdalena Schwabauer 30
Kinder: Karl 11, Anna Maria 8, Peter 6, Georg 4,Margaretha 1

Единственный кого не могу найти это Conrad Steigerwald.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Schutzer » 01 фев 2014, 12:54

В Посемейных списках 1892 г в Вормсе, Березанский колонистский округ Херсонской губернии (85 км от г. Николаева на Украине) записана семья Kasper Steigerwald из Красного Яра, соседи тоже были из Красного Яра: Georg Beller, Andreas Felsinger, Karl Krämer, все они были собственники, лютеране.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Константин » 01 фев 2014, 13:41

Diener, Eugen 4 Jun 1942 Neustadt A3342-EWZ50-B007 2670
Diener, Heinrich 1865 Froesental, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2670
Diener, Heinrich 21 Aug 1902 Froesental, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2670
Diener, Irma 19 Oct 1937 Alexanderhoeh A3342-EWZ50-B007 2670
Diener, Lydia 4 Jul 1903 Krasny Jar, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2670 geb. Steigerwald
Diener, Lydia 30 May 1940 Casa A3342-EWZ50-B007 2670
Diener, Rosina 1876 Urbach A3342-EWZ50-B007 2670 geb. Wagner

Diener, Emma 4 Jun 1925 Froesental, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2700
Diener, Heinrich 18 Nov 1929 Froesental, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2700
Diener, Hilde 23 Jul 1932 Votzki A3342-EWZ50-B007 2700
Diener, Jakob 8 Mar 1902 Froesental, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2700
Diener, Katharina 28 Jun 1927 Froesental, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2700
Diener, Lydia 18 Jun 1940 Votzki A3342-EWZ50-B007 2700
Diener, Marie 12 Jun 1905 Krasny Jar, Geb. ASSR A3342-EWZ50-B007 2700 geb. Steigerwald
Ищу: всех Мунц (с.Усть-Грязнуха, с.Каменка, с.Штреккерау), всех Кизнер, Штремель и Якоб (с.Гнилушка), Шмидт и Шехтель из с.Каменка, 1858-1941.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение viktor3 » 06 фев 2014, 20:39

В моих старых записях нашёл пару Steigerwald, по всей вероятности родственники Михаеля Штайгервальд.
Johann Valentin Steigerwald *1.4.1792 in Partenstein +23.2.1863 in Heiligkreuz (Thüngen).
Konrad Steigerwald *21.11.1832 in Partenstein +20.11.1908 in Heiligkreutz (Thüngen).
Barbara Steigerwald *31.3.1860 Heiligkreuz +14.10.1895 Detter (Thüngen).

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 25 июл 2014, 23:58

У меня в роду также оказалась фамилия Steigerwald из колонии Красный Яр: Katharina Barbara Steigerwald
Она была женой Иогана Конрада Пфейф и у них родилась в 1853 году дочка Катарина София Пфейф.
Из этого следует полагать, что Katharina Barbara Steigerwald родилась в 20-х годах 19-го века.
Самые слабые чернила лучше, чем самая крепкая память.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 19 апр 2015, 17:08

viktor3 писал(а):Нашёл очень интересную информацию о переселении Michael Steigewald сначала в Венгрию, а потом в Россию. http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... G4&cad=rja
Что-бы эта информация не затерялась в просторах сайта открываю эту тему. К тому же один из моих Henneberg Conrad Henneberg (*23.01.1827 +15.01.1862) был женат на Maria Helena Steigerwald *1827. Кто её родители может прояснить перепись 1834 по Красному яру, которой у меня нет.


Нашли свою Maria Helena Steigerwald *1827?
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение AndI » 19 апр 2015, 17:40

Taurus писал(а):Maria Helena Steigerwald *1827?


По моим данным на эту роль подходит только эта:

Jakob Steigerwald, 39
2te Frau Katharina, 38
Kinder von der 2-ter Frau
Jakob, 9
Helena, 8
Katharina Elisabeth, 4

alles aus Census 1834 Krasnojar

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 20 апр 2015, 08:04

Вот так чудеса!
Только написал и сразу же ответ. Вот так бы каждый раз! :-D
Самые слабые чернила лучше, чем самая крепкая память.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 24 апр 2015, 18:36

AndI писал(а):
Taurus писал(а):Maria Helena Steigerwald *1827?


По моим данным на эту роль подходит только эта:

Jakob Steigerwald, 39
2te Frau Katharina, 38
Kinder von der 2-ter Frau
Jakob, 9
Helena, 8
Katharina Elisabeth, 4

alles aus Census 1834 Krasnojar


Удивительно, но никто не обратил внимание на то, что Яков в 5-й ревизии 1798 года отсутствует. :( Причина его отсутствия совсем простая – он родился позже, а именно 19-го марта 1800 года. :-) :-) :-)
Таким образом, в 1834 году Якову было всего лишь 34 года, а не 39 лет, как это указано в ревизии 1834 г. Ясно также, что это не ошибка, а преднамеренное завышение возраста. Остаётся только догадываться, по каким причинам колонисты завышали свой возраст.
Самые слабые чернила лучше, чем самая крепкая память.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 27 апр 2015, 19:50

Возраст 2-й супруги Якова тоже был завышен. Она родилась, по всей видимости, в 1801 году. Её звали Catharina Rasch. :-)
Возраст же детей соответствует действительности. Их сын Якоб родился 16-го сентября 1825 года. Таким образом, в 1834 году, ему было 9-ть лет.
Исходя из этого, можно предположить, что и у Елены возраст соответствует данным, указанным в ревизии 1834 года, и она была действительно 1827 года рождения.
Кто же была первая супруга Якова, остаётся загадкой. :(
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение AndI » 27 апр 2015, 21:26

Taurus писал(а):Возраст 2-й супруги Якова тоже был завышен. Она родилась, по всей видимости, в 1801 году. Её звали Catharina Rasch. :-)


Интересно. А я думал, что Rasch была его третья жена. В ревизии 1850 она записана как Регина и 44 лет. т.е са. 1806 года рождения.

Регина верно. Их сын Friedrich Caspar geb. 13.08.1835, его родители записаны как Jacob Steigerwald und Regina Elisabeth Rasch.

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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 27 апр 2015, 22:44

AndI писал(а):
Taurus писал(а):Возраст 2-й супруги Якова тоже был завышен. Она родилась, по всей видимости, в 1801 году. Её звали Catharina Rasch. :-)


Интересно. А я думал, что Rasch была его третья жена. В ревизии 1850 она записана как Регина и 44 лет. т.е са. 1806 года рождения.

Регина верно. Их сын Friedrich Caspar geb. 13.08.1835, его родители записаны как Jacob Steigerwald und Regina Elisabeth Rasch.


Катарина указана в ревизии по колонии Краснояр от 2-го января 1835 года :-) :-) :-)

Изображение

По документам выходит, что Регина Елизавета Раш была его третья жена. :-)
С Фридрихом Каспаром всё верно, у меня эта запись есть. Небольшое дополнение: он числится под номером 70 и родился он вечером в 10-ть часов. :-)
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение Taurus » 27 апр 2015, 23:02

Яков пошёл в своего отца Петра, у которого также было три жены. :-)
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Re: Steigerwald aus Krasnojar

Сообщение AndI » 27 апр 2015, 23:37

Taurus писал(а):Катарина указана в ревизии по колонии Краснояр от 2-го января 1835 года :-) :-) :-)


ага, а 13.08.1835 - уже рождается сын от Регины!?
Больно прыткий получается предок. Надо бы проверить данные сказки 1835 г. Там и с возрастом не все чисто и с именами не все ясно.

Taurus писал(а):Небольшое дополнение: он числится под номером 70 и родился он вечером в 10-ть часов. :-)

Угу, а крестили 18.08.1835 и в крестных была родная сестра моей пра - пра бабки Анна Барбара Франц. Почему и оказалась эта запись в моей коллекции. *DRINK*

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